Weihnachten ohne Plastikmüll

10 Tipps für umweltfreundliche Weihnachten

Von Oma bis Geheimdienst  

Oh je – auch bei den DENTTABS Mitarbeiter*innen werden jetzt die Geschenke eingepackt. Da beschäftigen wir uns das ganze Jahr damit, so wenig Verpackungsmüll wie möglich zu erzeugen – und dann kommt Weihnachten! Also haben wir beraten, recherchiertgebastelt. Und stellen euch nun unsere 10 Tipps für umweltfreundliche Verpackungsideen zu Weihnachten vor! Top: Die meisten müllfreien Alternativen sind viel schöner als die Glitzerpapiere aus dem Kaufhaus!  

 

  1. Der Container als Fundgrube 

Am besten schaut ihr sofort nach, was sich im Altpapier verbirgt. Ganzseitige bunte Anzeigen etwa oder Seiten mit großen Fotos. Wir sind im heimischen Altpapiersack fündig geworden. Aber wir haben auch in den Altpapiercontainer bei uns im Haus geguckt: Großformatige Kunst von Katharina Grosse war das Highlight. Und auch eine Illustration zur Stadt der Zukunft war richtig schmuck. Ebenfalls sehr hübsch, aber etwas widerborstig war ein dicker Katalog mit einem Seepferdchen vorne drauf. Das allzu starke Papier ließ sich nicht gut wickeln. 

  1. Methode Geheimdienst

Den dicken Schmöker im Regal liest sowieso niemand mehr. Also basteln wir uns daraus eine Geschenkverpackung, auf die Ma Dalton stolz wäre: Mit dem Papiercutter oder einem sehr scharfen Messer schneiden wir die Seiten so aus, dass ein zwei Zentimeter starker Rand stehen bleibt. Ein Geheimversteck! Im Hohlraum kannst Du ein kleines Geschenk verbergen, etwa Süßigkeiten oder wieder ein Buch – nur kleiner. Und die oder der Beschenkte kann das Buch mit den ausgeschnittenen Seiten weiter als Geheimversteck nutzen. Bändchen drumherum, fertig. 

 

  1. Oma macht es vor

Geschenkpapier und Geschenkbänder wiederverwendenDie Großeltern haben es sowieso schon immer gemacht. Sie schnappen sich bei der Auspackorgie unterm Christbaum die schönsten Papiere und Bänderstreichen sie sorgfältig aus und sammeln sie fürs nächste Jahr oder den nächsten GeburtstagSei wie Deine Oma! 

 

  1. Landkarten, Wanderkarten

Schon mal in der Kiste mit den Karten nachgesehen? Bei vielen alten Editionen stimmen die Wege nicht mehr und es sind neue Wege dazu gekommen. Diese alten Karten können wir gut als buntes Weihnachts-Papier gebrauchen. Denn so löblich es ist, Karten und Stadtpläne wiederzuverwenden: Weder in der Stadt und schon gar nicht in den Bergen wollen wir uns verlaufen (jede Wander-App ist genauer). Aus den alten Karten werden so große GeschenkpapierBögen 

 

  1. Verpackung zum Wiederverwenden

Bienenwachstücher oder vegane Pflanzenwachstücher sind DIE Plastikfolien-Alternative zum täglichen Einwickeln von LebensmittelnUnd so lassen sich auch kleine Geschenke gut verpacken. Die Verpackung ist dann gleichzeitig Teil des Geschenks. Aber wie das so ist bei Verpackungsalternativen: Guckt euch die ausgewählten Tücher gut an. Sie sollten nicht allzu farbenfroh sein. Und wenn ihr Wert auf ein tierethisch einwandfreies Bienenwachs legt, dann sucht nach Herstellern, die das Wachs von Bio- oder Demeter-zertifizierten Bienenvölkern nutzen. Auch diese Tücher halten nicht ewig. Aber die Tücher können später im Bioabfall kompostiert werden 

  1. Kann man nie genug haben: Geschirrtücher 

Seien es alte, leinerne vom Flohmarkt oder schicke neue – wer mit Geschirrtüchern ein Geschenk verpackt, schenkt doppelt und bringt sich bei jedem Abtrocknen neu in Erinnerung. 

  1. Kleiderschrank aufräumen

Ja genau, denn da findet sich bestimmt ein bunt bedrucktes Kleid oder Hemd, das leider nicht mehr passt oder ganz aus der Mode ist. Das geblümte Lieblingsteil in Vierecke zerschneiden, und eine Kerze einpacken. Mit den Stoffecken zubinden, oder wem das zu wurstelig aussieht: mit Wollresten zuschnüren. (Wenn man den Stoff noch umsäumt, kann er als Tisch-Set verwendet werden). 

 

  1. Beutel statt Plastik

In vielen Haushalten gibt es jede Menge davon: Stoffbeutel, oft alte Werbegeschenke. Niemals braucht man so viele zum Einkaufen, also umwidmen. Mit etwas Geduld kannst Du daraus eine adrette Hülle herstellen, die das Motiv der Tasche betont. Ein dickes Buch passt gut hinein. Passendes Bändchen raussuchen, fertig. 

 

  1. Im Glas 

Veggiehearts, Lakritze oder Schokolinsen sind eine prima Weihnachtsschleckerei. In einem Unverpackt-Laden kann man sich diese in ein schönes altes Schraubglas oder ein kleines Weck-Glas abfüllen lassen. Am besten anschließend mit breitem Geschenkband umwickeln, damit der Überraschungseffekt nicht verloren geht. Danach können die Beschenkten mit dem Glas wieder shoppen – oder DENTTABS darin aufbewahren. 

  1. Bildercollage

Wenn Du keine tollen Zeitungsseiten findest, machst Du sie eben selbst. Verrückte Überschriften und schöne Bilder und Illustrationen ausschneiden und auf ein Altpapier kleben. Diese Weihnachtsverpackungen sind oft die schönsten!  

Über Verpackungsmüll 

Mit 218 Kilogramm Verpackungsmüll pro Kopf und Jahr ist Deutschland Abfall-Europameister. Wer an die Berge von Geschenkverpackungen und –papier an Weihnachten denkt, kann sich vorstellen, welche Spitzenwerte wir zum Jahresende erreichen. Der monatliche Müllberg wächst dann noch mal um 20 Prozent an, schätzt die Deutsche Umwelthilfe. Da verschafft man sich ein gutes Gefühl und tut der Umwelt einen Gefallen, wenn man versucht, dass der Weihnachts-Abfallberg des eigenen Haushaltes zum Hügelchen wird. 

Sorgen darüber, dass es nicht gut ankommt, wenn Geschenke unkonventionell und im DIY-Stil verpackt werden, muss man sich weniger machen. Laut einer Umfrage aus Österreich schätzt die Hälfte der Befragten unaufwändig verpackte Weihnachtsgeschenke, und fast 20 Prozent legen Wert auf eine ökologisch sinnvolle Verpackung. 

Weitere Informationen: 

Der Bundesregierung: https://bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/weniger-muell-zu-weihnachten-425938 

Kompetenzzentrum nachhaltiger Konsum: https://nachhaltigerkonsum.info/massnahmen  

Oh Tannenbaum? 

Und wenn man schon dabei ist, sich ökologische Gedanken zum Weihnachtsfest zu machen – unter welchen Baum legt man die Geschenke am besten? Ja, man darf gefällte Bäume kaufen. Die stammen in der Regel aus nachgepflanztem Anbau. Am besten ist es natürlich, man sucht einen Baum aus, der in der Region angebaut wurde. Und trägt der Nadelbaum ein Biosiegel, wurde er nicht eigens gedüngt. Einen Baum zum Einpflanzen zu kaufen, klingt nach einer guten Idee. Aber den armen Fichten und Tannen ist es in den Wohnungen meist viel zu heiß, sie gehen ein, dann war der ganze Aufwand samt Transport vergeblich. Keine Alternative ist ein Plastikbaum; seine Ökobilanz schlägt erst nach 17 Jahren den echten, gefällten Baum. Da sind ja die Kinder schon fast aus dem Haus… 

 

#zerowaste Grüße 
Dein DENTTABS Team